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1925 - 1946

Das genaue Gründungjahr der Freiwilligen Feuerwehr Ettringen konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Fest steht, dass am 23. Mai 1925 eine Versammlung stattfand, in der die Pflichtfeuerwehr Ettringen in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt wurde. Über die Pflichtfeuerwehr ist nichts weiter bekannt.

Im Protokoll einer Versammlung vom 12. April 1927 ist nachzulesen, dass eine Liste mit Personen erstellt werden sollte, die bereits 10 oder 25 Jahre in der Wehr tätig waren. Es konnten 10 Kameraden ermittelt werden. So muss also bereits 1902 eine Feuerwehr existiert haben.

Auf einer Versammlung am 04. Februar 1934 wurde der Kamerad Johann Still anlässlich seines 60 - jährigen Geburtstages und 30 - jähriger aktiver Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Die Ehrenmitgliedschaft wurde auch dem Kameraden Jakob Fürbass zu Teil.

Auch in der "Polizeiverordnung für den Kreis Mayen, betreffend die Verpflichtung zur Hilfeleistung bei Bränden in der Nachbarschaft" vom 25. Juni 1907 werden in der Bürgermeisterei Niedermendig die Ortschaften Ettringen und St. Johann zum Löschbezirk 3 zusammengefasst.

Im Laufe der Jahre wurde die Wehr von freudigen Ereignissen, aber auch von Schadensfällen berührt.

In der Chronik von Ettringen ist nachzulesen, dass 1737 das halbe Dorf abgebrannt ist.

Bereits 1927 gab es in Ettringen ein Spritzenhaus, weil hier, laut einer Vorstandssitzung, Bauarbeiten durchgeführt wurden.
Die Ausrüstung der Wehr bestand zu dieser Zeit aus einer Handspritze und einem Schlauchwagen, wie aus Berichten über Einsätze hervorgeht.
Im Jahre 1928 wurde auf einer Sitzung darüber Klage geführt, dass der Steigerturmbau immer noch nicht im Angriff genommen sei, obwohl die Baumaterialien vorhanden wären.

Auf einer Versammlung am 20. Juli 1929 fand die Gründung einer Klöppelmusik unter der Führung von Willi Krämer statt, die Feuerwehr verfügte also über eine eigene Kapelle. Ein großes Ereignis war die Abnahme der Wehr am 28. und 29. September 1929. Eingeleitet wurde das Ereignis durch eine festliche Versammlung. Am nächsten Morgen übernahm die Musikkapelle bereits um 6:00 Uhr das Wecken. Nach dem gemeinsamen Kirchgang um 9:00 Uhr, fand nachmittags um 15:00 Uhr ein Festzug unter Beteiligung "sämtlicher Volksvereine und Wehren" statt.
Nach einer Übung am Steigerturm auf dem neuen Schulhof wurde ein Dachstuhlbrand am Kaufhaus Geisbüsch angenommen. Oberbrandmeister Schilling, der für den verhinderten Kreisbrandmeister Kroth erschienen war, sprach der Wehr seine Anerkennung für das mustergültige Vorgehen aus. Er teilte mit, dass die Freiwillige Feuerwehr ab sofort dem Kreisverband angehöre. Anschließend wurde in zwei Sälen zum Tanz aufgespielt.

Zur Zeit der schweren Wirtschaftskrise, die 1929 mit dem "Schwarzen Freitag" an der New Yorker Börse begann, versuchte die Wehr ihre Ausrüstung durch Kauf einer Ausziehleiter und einer Motorspritze zu verbessern. Es wurden auch Geräte, zum Teil verbilligt, angeboten, die Finanzierung schlug aber immer fehl.

Im Jahre 1930 übernahm die Wehr zum ersten Mal die Organisation eines Martinszuges. Unter Beteiligung der Musikkapelle der Wehr setzte sich der Festzug mit St. Martin und seinen Knappen zum Bellerberg in Bewegung, wo das Martinsfeuer abgebrannt wurde. Danach erhielt jedes Kind einen Martinsweck von der Wehr.
Am 02. August 1931 veranstaltete das Tambour-Korps "Blau-Weiss", die Musikkapelle der Feuerwehr, unter starker Beteiligung auswärtiger Korps einen Tambourwettstreit.

1932 wurde beschlossen, die Brandsirene instand zu setzten und an einem neuen Mast, am so genannten "Neuen Buhr" unterhalb der Bäckerei Rausch aufzustellen, womit wohl die Brunnenanlage an der Hauptstraße schräg gegenüber der Pfarrstraße gemeint war.

Im Jahresbericht von 1933 wird von einem Großbrand berichtet, der sich in der Nacht vom Kirmessonntag zum Kirmesmontag ereignete. Auf dem Dreschplatz brannten 20 bis 25 Strohschober. Der Himmel verfärbte sich südlich des Dorfes rot. Die Dreschmaschine verbrannte, aber Motor und Selbstbinder konnten von den ersten eintreffenden Wehrleuten gerettet werden.
Vor Beginn des Krieges wurde die Wehr als Feuerlöschpolizei geführt, sie war der
kommunalen Polizei gleichstellt.

Durch den 2. Weltkrieg bedingt ruhte die Feuerwehr von 1940 - 1946.